Therapie

Was ist Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)?

Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist eine wissenschaftlich fundierte Form der Psychotherapie, die Menschen hilft, mit belastenden Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen besser umzugehen. Sie gehört zu den am besten erforschten und effektivsten Therapieformen. 

Für die meisten psychischen Erkrankungen ist sie nach aktuellen S3-Leitlinien die sogenannte 1a Empfehlung basierend auf dem aktuellen Forschungsstand.  

Die KVT ist beispielsweise eine geeignete Therapieform für:

  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Zwangsstörungen
  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Chronische Schmerzstörungen
  • Essstörungen
  • Nicht-organische Schlafstörungen
  • Sexualstörungen
  • ADHS
  • u.v.m.

Die KVT ist weniger geeignet für:

  • Schizophrenie / Psychosen
    • Hier ist die KVT ergänzend zu einer medikamentösen Behandlung sinnvoll
  • Manien / Bipolare Störungen
    • Hier ist die KVT ergänzend zu einer medikamentösen Behandlung sinnvoll
  • Schwere Persönlichkeitsstörungen
    • KVT kann unterstützend sein, ist jedoch nicht die 1a Empfehlung. Hierfür empfehlen sich eher schematherapeutische Ansätze oder je nach Persönlichkeitsstörung die dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) oder eine übertragungsfokussierte Psychotherapie (TFP)

Alternative Psychotherapieformen, die von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, sind die Psychoanalyse, die tiefenpsychologisch-fundierte Therapie und die systemische Therapie. Die oben genannte DBT sowie die Schematherapie sind therapeutische Ansätze, die Weiterbildungen der Verhaltenstherapie darstellen. Die TFP ist Teil der tiefenpsychologisch-fundierten Therapie.

Bezüglich der Frage, ob eine KVT die passende Psychotherapieform für Sie ist, berate ich Sie gerne in einem Erstgespräch.

 

Wie funktioniert die KVT?

In der KVT geht man davon aus, dass unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen eng miteinander verbunden sind. Wenn wir zum Beispiel sehr negativ über uns selbst oder unsere Zukunft denken, fühlen wir uns häufig traurig, ängstlich oder niedergeschlagen – und verhalten uns entsprechend zurückgezogen oder antriebslos.

Die Therapie hilft dabei:

  • Belastende Denkmuster zu erkennen (z. B. „Ich schaffe das sowieso nicht“),
  • diese Gedanken zu hinterfragen und
  • neue, hilfreichere Sichtweisen zu entwickeln.

Außerdem werden gemeinsam mit der Therapeutin konkrete Verhaltensstrategien erarbeitet, die im Alltag helfen – zum Beispiel bei sozialem Rückzug, Vermeidung oder Antriebslosigkeit.

 

Was erwartet mich in der Therapie?

Die KVT ist eine aktive und zielorientierte Therapieform. Sie orientiert sich an Ihrer aktuellen Lebenssituation und arbeitet mit klaren Zielen, Übungen und auch „Hausaufgaben“ zwischen den Sitzungen. So können Sie Schritt für Schritt lernen, besser mit Herausforderungen umzugehen und wieder mehr Lebensqualität und Wohlbefinden zu gewinnen.

 

In meiner Praxis behandle ich gesetzlich versicherte Patient:innen, privat und Beihilfe versicherte Patient:innen sowie Selbstzahlende.

Schwerpunkte

Mein Behandlungsangebot richtet sich an alle oben aufgelisteten psychischen Erkrankungen, für die eine KVT oder schematherapeutische Ansätze sinnvoll sind. 

Spezialisiert habe ich mich auf die Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung. Hierbei arbeite ich vorwiegend schematherapeutisch, beispielsweise mittels Imagery Rescripting oder auch mit Eye Movement Desensitization and Reprocessing Therapy (EMDR)

Doch auch für alle anderen oben genannten Erkrankungsbilder wie Depression, Angststörungen, Zwangsstörungen, etc. ist mein Behandlungsangebot passend.

Einzeltherapie

Eine Einzeltherapie bietet personalisierte therapeutische Ansätze mit Methoden aus der Kognitiven Verhaltenstherapie und Schematherapie, die auf Ihre speziellen Bedürfnisse und Ziele zugeschnitten sind. Nach einer ausführlichen fundierten Diagnostik und Anamnese erfolgt zunächst eine sogenannte Psychoedukation, bei der Sie Informationen über Ihre psychische Symptomatik erhalten. Anschließend erarbeiten wir schrittweise gemeinsam Techniken, die Ihnen helfen Ihre individuellen Behandlungsziele zu erreichen, Ihre Symptomatik zu reduzieren und wieder mehr psychisches Wohlbefinden zu erlangen. In meiner Praxis steht die Wertschätzung und das Ernstnehmen der Patient:innen im Mittelpunkt. Eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung braucht Zeit, Offenheit und gegenseitiges Einlassen. Auf dieser Basis können wir gemeinsam innere Muster erkennen und bearbeiten, die persönliche Entwicklungen hemmen und zu Symptomen wie Depressionen, Angststörungen etc.  führen. Hinter solchen Diagnosen verbergen sich oft komplexe Zusammenhänge – ich lade Sie ein, diese mit mir gemeinsam zu erkunden und zu bearbeiten.

Gruppentherapie

Gemeinsam neue Wege gehen

Viele Menschen zögern zunächst bei dem Gedanken an eine Gruppentherapie. Das ist verständlich. Die Vorstellung, persönliche Themen mit anderen zu teilen, kann Unsicherheit auslösen. Gleichzeitig erleben viele Patient:innen gerade in der Gruppe einen besonders heilsamen Raum – getragen von Verständnis, gegenseitiger Unterstützung und dem Gefühl, nicht allein zu sein. 

In dieser verhaltenstherapeutischen Gruppentherapie biete ich Ihnen einen geschützten Rahmen, in dem Sie gemeinsam mit anderen Betroffenen lernen, mit Depressionen und Ängsten besser umzugehen. Die Gruppe besteht aus Menschen mit ähnlichen Herausforderungen, die sich – wie Sie – auf den Weg machen, alte Muster zu erkennen, neue Strategien zu entwickeln und Selbstwertgefühl zurückzugewinnen.

Die Gruppenarbeit folgt einem klaren therapeutischen Konzept und wird psychotherapeutisch geleitet. Neben der Vermittlung von hilfreichem Wissen und konkreten Methoden aus der kognitiven Verhaltenstherapie & Schematherapie profitieren Sie von Begegnungen auf Augenhöhe. Oft entsteht dabei eine besondere Dynamik, die Veränderungen leichter und nachhaltiger möglich macht. Auch wenn Sie sich sozial isoliert fühlen, kann die Gruppe ein wertvolles soziales Netz bieten.

Was Sie erwartet:

  • Ein wertschätzender und vertraulicher Rahmen
  • Praktische Übungen für den Alltag
  • Austausch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen teilen (maximal 9 Teilnehmende pro Gruppe)
  • Professionelle therapeutische Begleitung
  • Neue Perspektiven und Impulse zur Selbsthilfe

Probieren Sie es aus – auch (oder gerade) wenn Sie skeptisch sind. Viele Teilnehmende berichten, dass sie sich in der Gruppe schneller verstanden und weniger allein gefühlt haben als erwartet – und dass der Austausch mit anderen zu einem wichtigen Teil ihres Heilungswegs geworden ist.

Auch Forschungsergebnisse zeigen, dass die soziale Identifikation in Gruppen depressive Symptome reduzieren kann.

 

Haben Sie Fragen oder möchten sich unverbindlich informieren?

Ich berate Sie gerne persönlich, ob eine Gruppentherapie für Sie sinnvoll ist und welche Möglichkeiten aktuell bestehen. Auch eine Kombinationsbehandlung aus Einzel- und Gruppentherapie ist möglich.

 

Es finden vier Gruppentherapien zum Thema Depression, Ängste und Sozialkompetenztraining statt, immer montags bis donnerstags jeweils von 8 Uhr bis 9:40 Uhr.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.